„Den politischen Horizont erweitern“

 

 

 

„Den politischen Horizont erweitern“ und „einen Blick über den eigenen Tellerrand wagen“ , daß ist für jeden politischen Aktivisten wichtig. Deswegen ist ein Teil unserer politischen Arbeit die Kontakte zu anderen Kreis- und Landesverbänden in benachbarten Bundesländern zu pflegen und zu erhalten. Unser Kreisverband grenzt direkt an Mecklenburg-Vorpommern und so wurde uns ein großer Einblick in den täglichen Ablauf der NPD-Landtagsfraktion im Schweriner Schloss gewährt.

 

Am Vormittag des 29. Januar fuhren mehrere Aktivisten des Kreisverbandes Herzogtum Lauenburg/ Stormarn in das benachbarte Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Angekommen am Schweriner Schloss, in dem der Landtag Mecklenburg Vorpommerns sitzt, wurden wir von befreundeten Vertreter der NPD Fraktion Ludwigslust/ Parchim begrüßt. Der Blick auf das alte ehrenvolle Gebäude macht auch gleichzeitig bewusst, daß innerhalb ihrer Mauern deutsche Geschichte geschrieben wurde und heute wird in dem Schloss über die Zukunft Mecklenburg Vorpommerns diskutiert, gestritten und verhandelt. Sehr herzlich und gastfreundlich wurden wir in den Büroräumen der NPD Fraktion empfangen. Trotz des lebhaften Treibens in den Arbeitsstuben der Fraktion, wurden wir von jedem Mitarbeiter mit Handschlag begrüßt und Michael Grewe übernahm die Aufgabe uns alle Räumlichkeiten zu zeigen.

 

In den Büroräumen wurde die aktuelle Landtagssitzung übertragen und von den Mitarbeitern stets verfolgt. Der letzte Raum war schließlich der Gemeinschaftsraum in dem wir an einem Tisch platz nahmen. Hier konnten wir uns mit Michael Grewe und dem Landtagsabgeordneten Stefan Köster unterhalten.

 

Hierzu haben wir ein zusätzliches Interview mit Michael Grewe erarbeitet:

 

Wie haben Sie den Weg in den Nationalen Widerstand gefunden und welche Stationen haben Sie in ihrer politischen Karriere mitgenommen?

 

Ich stamme aus Lüneburg und bin 1984 über die Skinheadszene zur politischen Arbeit gekommen. Damals lernte ich Kameraden wie Manfred Börm kennen und mein Weg führte über verschiedene Organisationen wie die NF, FAP und WJ direkt zu den freien Kameradschaften, die wir in Hamburg Mitte der Neunziger ins Leben gerufen haben. Dann habe ich geheiratet und das erste Kind war unterwegs, wodurch es mich nach MV verschlagen hat. Die Idee dahinter war ganz einfach, wir kaufen in MV einige Häuser mit unseren Familien und bringen uns vor Ort in die Kommunalpolitik ein, ähnlich wie die Linken es im Wendland getan haben. Dafür brauchten wir den Anschluß an die NPD. Gesagt getan!

 

Welchen Beruf haben sie vor der Arbeit in der NPD ausgeübt?

 

Vor meiner Tätigkeit in der NPD-Fraktion war ich in einem Eisenbahnverkehrsunternehmen als Lokführer, Logistiker und Wagenmeister beschäftigt.

 

Wie empfanden Sie den Wechsel von der Berufswelt in die Politik? Oder war dieser Schritt, in die Politik schon immer gewollt und nur eine Frage der Zeit?

 

Meine größte Sorge war es, ob ich den Ansprüchen der Fraktionsarbeit genügen werde. Gleichzeitig habe ich mich natürlich sehr geehrt gefühlt und habe daher den Wechsel gerne auf mich genommen.

 

Welche negativen und welche positiven Erlebnisse haben Sie durch den Schritt in die öffentliche Arbeit der NPD durchleben müssen?

 

Hier muß ich sagen, daß es für mich kein großer Schritt in die Öffentlichkeit war, da ich auch vorher schon für den Nationalen Widerstand offen aufgetreten bin.

 

Wie gestaltet sich der Alltag der NPD Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern?

 

Der Alltag in der NPD-Fraktion sieht für jeden Mitarbeiter völlig anders aus. Was man aber sagen kann, ist daß es fast täglich neue aufregende oder eben auch nicht so schöne Erlebnisse gibt.

 

Welchen Arbeitsbereich haben Sie in der NPD übernommen?

 

Ich bin Mädchen für alles, soll heißen ich kümmere mich um die Geschäftsstelle der Fraktion und da kommt einiges zusammen. Ich pflege den Kontakt zur Landtagsverwaltung und bediene das Telefon, also die Hauptnummer der Fraktion, zudem kommt selbstverständlich auch ganz reguläre Sacharbeit für die Abgeordneten.

 

Unser heutiger Besuch soll natürlich nicht nur uns selbst nützen, sondern es soll auch ein Leitfaden für die Kameraden in unseren Kreisen sein. Da der NPD Kreisverband Herzogtum Lauenburg/Stormarn sich in einem kompletten Umschwung befindet, würden wir gerne wissen, welche Vorteile hat aus ihrer Sicht, eine starke NPD in einem Landkreis wie Herzogtum Lauenburg/ Stormarn?

 

Die Vorteile liegen auf der Hand, zunächst ist es für die Bürger leichter einen Ansprechpartner zu finden und die Verankerung in der Bevölkerung ist durch eine größere und stärkere NPD, schon durch das private Umfeld, wesendlich größer.

 

Des Öfteren kommt es auf Bundes- und Landesebene zu Unstimmigkeiten zwischen Freien Kräften und Mitgliedern der NPD, sei es bei der Planungen oder bei der Ausführung von Aktionen und Veranstaltungen oder einfach nur bei der Zusammenarbeit beider Seiten. In Mecklenburg Vorpommern scheint es so, als wenn beide Seiten schon immer eng zusammen gehalten haben und es auch noch keine Abweichungen von diesem Weg gab. Wie denken Sie, welche wichtigen Schritte haben zu dieser guten Zusammenarbeit in MV geführt?

 

Wir kommen doch letztendlich alle aus freien Strukturen, nur haben wir uns in MV eben für den Weg der Partei entschieden, da dieser uns am erfolgreichsten scheint. Dabei ist es ganz gleich ob Parteimitglied oder nicht, wir wollen für unser Land arbeiten und da gilt der Zusammenhalt mehr als einzelne Meinungen. Vom Ich zum Wir!

 

Zu den Europawahlen: Wie denken Sie über den Ausgang des Bundesparteitages, hätten Sie und die NPD Fraktion MV lieber Udo Pastörs an erster Stelle gesehen?

 

Klar hätte die NPD in MV sich gewünscht, daß Udo Pastörs den ersten Platz der Liste einnimmt. Aber der Ausgang des Bundesparteitages hat auch etwas Gutes für uns in MV, denn so bleibt uns Udo Pastörs im Land erhalten, auch wenn er die Parteiführung in Zukunft weiterhin innehaben sollte.

 

Wollen Sie eine Prognose zu dem Ausgang der Europawahl abgeben?

 

Ich glaube die werden die Dreiprozenthürde nicht kippen und dann wird es eng.

 

Wir bedanken uns sehr für das Gespräch.

 

Nach der sehr informativen Unterhaltung gingen wir in das Büro von Udo Pastörs. Auch er empfing uns sehr höflich und auf ein Gespräch mit uns lies er sich gerne ein.

 

Am Ende der Tagesplanung stand natürlich der Besuch im Landtagsparlament, in dem Tino Müller die detaillierte und objektive Berichterstattung über die Kriminalitätsentwicklung entlang der Grenze forderte. Hier wurden wir Zeugen, wie es bei den Anträgen der NPD im Parlament vor sich geht und mit was für einem Desinteresse die anderen Parteien den Ausführungen der NPD folgten.

 

Der Weg wieder nach Hause führte erst noch einmal in die Büroräume der NPD im Dachgeschoss des Schweriner Schlosses. Wir verabschiedeten uns, nach einem sehr gelungenen und informativen Tag, von den Mitarbeitern und bedankten uns für die interessanten Einblicke in die Fraktionsarbeit.

 

Zum Schluss müssen wir eindeutig gestehen, daß die NPD in Mecklenburg-Vorpommern in einer ganz anderen Liga spielt. Aber genau diese Professionalität muß sich die NPD Schleswig Holstein als Vorbild nehmen. Wir können und wir wollen es den Kameraden in MV gleichmachen. Schritt für Schritt wollen wir unserem Ziel näher kommen. Diese Ziele werden und können nicht in einigen Tagen erreicht werden, aber wir arbeiten intensiv an einer besseren Zusammenarbeit mit den Nachbarverbänden der NPD. Sicherlich kann man sich, in Wahlkämpfen gegenseitig unterstützen, aber vor allem können wir aus Mecklenburg-Vorpommern vieles lernen.

 

 

 

NPD Lauenburg

07.02.2014

 

 

 


 
zurück |