Exit, der Ausweg in das „normale“ Leben?!

 

 

 

Jeder kennt wohl das Aussteigerprogramm mit dem Namen „Exit“. Es soll Extremisten, vor allem aber Rechtsextremisten, helfen aus ihrer vermeintlich zerstörten und hasserfüllten Welt auszubrechen und den Weg in ein angeblich besseres Leben aufzeigen. Eigentlich lohnt sich noch nicht einmal eine Zeile über dieses Projekt zu schreiben.

 

Doch durch einen Zufall sind wir auf den Artikel „ Das ganze Leben ist eine Entscheidung“ gestoßen. Der Bericht wurde am 13.11.2013 auf der Internetseite www.exit-deutschland.de veröffentlicht. Es ist nach eigenen Angaben kein Bericht sondern eine „Einsendung“ von keinem anderen als Sebastian S. Er war tatsächlich stellvertretender Vorsitzender des NPD Kreisverbandes Herzogtum Lauenburg/ Stormarn. Unsererseits wollen wir ihn nicht in ein noch schlechteres Licht stellen, als er es mit diesem angeblichen Brief schon selbst getan hat.

 

Darum wollen wir die Geschehnisse um Sebastian S. objektiv betrachten. Als er von Rendsburg in unseren Kreis zog, war noch nicht so viel über seine Person bekannt. Er suchte sich sofort Aufgaben und wer sein Wort gibt und seine Fähigkeiten so propagiert, dem wird auch Verantwortung übertragen. Er genoss das Vertrauen von Kay Oelke und weiteren Aktivisten aus Herzogtum Lauenburg und über deren Grenzen hinaus. Daß er aber weder fähig noch willens war, um die simpelsten Aufgaben zu meistern, bemerkte man leider zu spät.

 

Wenn jemand mit seinen Aufgaben überfordert ist, kann diese Person sich immer bei anderen Mitstreitern melden, so ist es unter Kameraden. Doch diese Art der Kameradschaft war und ist Sebastian wohl nicht geläufig. Nun ist es einfach, anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben, wie es Sommer in seinem Bericht macht.

 

Niemand kann dem Gegenüber in seinen Kopf schauen, man kann nur drauf vertrauen was er sagt und das war definitiv nicht:

 

„(…) wie man den Nationalsozialismus nur für gut heißen konnte, der Millionen von unschuldigen Menschen auf dem Gewissen hatte sowie einen Psychopathen verehrt, der dies alles erst errichtet hat. Warum kann man selbst nur all diese Zerstörung und den Hass haben wollen und setzt sich für ein Großdeutsches Germania ein.“

 

Wir gehen mal davon aus, daß Sebastian doch nicht soviel von der deutschen Geschichte weiß, wie er es immer vorgegeben hat oder muß man solche platten geschichtlichen Äußerungen verfassen, um von „Exit“ überhaupt unterstützt zu werden? Und wenn Hass und Zerstörung diesen Widerstand prägen, wie es Sebastian S. behauptet, wieso ist den Nationalisten ihre Heimat, ihre Natur, ihre Kinder und ihre Traditionen so wichtig? Wir lieben unsere Heimat und wir schätzen fremde Kulturen in deren Ländern. Hier ist gerade der wichtigste Punkt in UNSERER Weltanschauung, die sich vom damaligen Aktivismus eines Sebastian Sommers unterscheidet. Wenn er tatsächlich nur aus Hass und Zerstörung handelte, ist es nur die logische Konsequenz, daß er körperlich und psychisch am Nationalismus zerbrach. Wir handeln aus Vernunft, aus Anstand und ehrlichen Werten. Ob Sebastian S. jemals wirklich einer von uns war, darf mittlerweile bezweifelt werden. Denn wer eine echte Überzeugung in sich trägt, der wirft sie nicht einfach so über Bord. Eine wirkliche Weltanschauung ist tief im Herzen verankert und läßt sich nicht auslöschen.

 

Jeder der eine Auszeit von Widerstand durch familiäre Probleme oder durch die Arbeit benötigt, kann diese auch bekommen und jeder der keinen Sinn mehr im Widerstand erkennt, kann auch ohne „Exit“ die Bewegung verlassen. Wer aber seinen einstigen Kameraden in den Rücken fällt und Lügen und Hetze verbreitet, ist ein charakterloser Lump und man sollte den staatlich geförderten „Aussteigerprogrammen“ dankbar sein, daß sie solche Typen zum „Aussteigen“ animieren.

 

 

NPD Lauenburg

27.02.2014

 

 

 


 
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